ISA     Igelfreunde Sachsen Anhalt e.V. 
 Kurzbiografie des Igels
was ihm nutzt und was ihm schadet
Name: Braunbrustigel(Erinaceus europaeus), Weißbrustigel(Erinaceus romanicus). Kommen beide in Deutschland vor (Weißbrustigel selten)
Ordnung: Insektenfresser(Insectivora) Klasse: Säugetiere(Mammalia)
Alter: vermutlich 4 5 jahre bei freilebenden Igeln. Lebensweise: Dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger. Lebensraum: Unterholz, Hecken, Schuppen, Kompost-, Stroh-, Heuhaufen, trockenes Lau., In Gärten und Parks nahe menschlicher Siedlungen.
Nahrung: Insekten und deren Larven, Würmer, Schnecken, auch nestjunge Mäuse, Fallobst. In Pflege Allesfresser: Fleisch, Fisch, Nüsse, Rosinen Obst Ei.
Sinne: Schlechtes Sehvermögen, gutes Gehör, guter Geruchsinn.
Körpertemperatur: ca. +35 Grad Celsius. Im Winterschlaf bis unter + 4 Grad.
Gewicht:15-20g (Geburt) bis ca. 1200g und mehr (Weibchen oft nur 600 1000g).
Länge: ca. 30 cm Stacheln: von etwa 100 (Geburt) ca. 10 000.
Laute: Igelsäuglinge zwitschern wie Vögel, große Igel Fauchen, Keckern, Schnaufen, Fiepen, bei starken Schmerzen schrille Schreie.
Winterschlaf: Oktober/November bis März/April (freilebend), Januar bis Mai ( in Obhut lebende).
Geschlechtsunterschied: Männchen häutiger Knopf (Penis) an der Bauchmitte. Weibchen beide Körperöffnungen Nähe Schwanz. Männchen und Weibchen Zitzen, vorderste am Hals. Vorsicht, nicht mit Zecken verwechseln!. Paarungszeit: ab April. Tragezeit: 35/36 Tage.
Säugezeit: 6 Wochen. Geschlechtsreife: 8 10 Monate nach der Geburt.
 
Was dem Igel nützt : 
  • Naturnahe Gärten mit einheimischen Gehölzen, Holzstapel, Reisighaufen, 
  • Steinmauern, bunte Wiesen, durchgängige Zäune 
  • Futter- und Wasserstellen (katzensicher) 
  • Natürliche Schädlingsbekämpfung (Brennesselsud usw. )
  • Igelhäuschen
  • Zufütterung (Herbst/Frühjahr) mit Dosenfutter
  • Nisthilfen unter Kisten, Holzstapeln usw.
 
 
 
 
       
      Was dem Igel schadet:
  • Nicht abgedeckte Löcher und Schächte (Bau gruben usw)
  • Straßenverkehr, rücksichtslose und unaufmerksame Raser im auch gewolltes Überfahren!
  • Schutznetze gegen Vögel
  • Gartenteiche ohne Ausstiegsmöglichkeit (Igel schwimmen gut, aber nicht ausdauernd)
  • Rattengift, metaldehydhaltiges Schnecken-korn und andere Gartengifte
  • Rasenmäher, Motorsensen, Laubsauger
  • Hunde (besonders bei Nestern )
  • Zerstörung von Winternestern durch absolute Laubentfernung unter Sträuchern im Spätherbst
  • Entfernen von Komposthaufen ohne Vorsicht
  • Igel in Kinderhänden (kein Kuscheltier)
  • Schlagfallen
  • Zersiedelte Landschaften (durch Straßenbau)
  • Kleinmaschige Zäune
  • Brauchtumsfeuer, Gartenabbrand ( solche Haufen vorher vorsichtig umsetzen)
  • Falsche, wenn auch gut gemeinte Igelhilfe