Der Igelratgeber
ISA Igelfreunde Sachsen Anhalt e.V. -

 Kompetent und live ! Rufen Sie uns an, wir sind immer für Sie und die Igel da ! 03491-612776
Der Verein ist als besonders förderungswürdig anerkannt. <

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Hier sind wir
Wollen Sie uns unterstützen und Mitglied werden, so kö?nnen Sie den Antrag beitritt_isa  herunterladen. Dann schicken Sie ihn bitte mit der Post an : Johann Dorschner, Erich-Mühsam-Str. 7,  D - 06886 Lutherstadt Wittenberg oder per Fax an: 03491-612776,   (Telefon ebenfalls 03491-612776).
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    Igel im Frühling 
Igelfreunde beraten über Winterende, Osterfeuer und Patenschaften

Bis Ende April erwachen Igel aus dem Winterschlaf.
Wittenberg (aw). „Im Augenblick denken viele Leute, das Wetter ist schön, also raus mit den Tieren“, sagen Ingrid und Johann Dorschner vom Verein Igelfreunde Sachsen-Anhalt. Doch die Igel dürften nicht zu zeitig ausgesetzt werden: „Die Stacheln schützen ihn zwar vor Feinden, aber nicht vor Kälte, außerdem findet er jetzt noch keine Nahrung.“ 

Erst nach den Eisheiligen, Mitte Mai, könne man seinen Wintergast langsam an die Freiheit gewöhnen.
Bie jungen Igeln müsse das besonders vorsichtig geschehen: „Er hatte ja keine Mutter, die ihm das Überleben in der Natur gelehrt hat“, erklärt Ingrid Dorschner 
Wenn der Igel erwacht sei, beginne man ihn wieder zu füttern. Dann ist es an der Zeit, ein etwa drei bis vier Quadratmeter großes Freigehege zu bauen: „Dort kann er sich bewegen und zusätzlich zum Futter aus dem Napf lebende Nahrung finden”.

Wer in seinem Garten einen Igel-Schlafplatz kenne, sollte das Tier mit Nahrung unterstützen. Günstig sei eine katzenfeste, umgedrehte Kiste: Dahinein stelle man jeden Abend eine Schüssel mit Katzenfutter und eine Schüssel mit Wasser. Die Futterkiste sollte jeden Morgen gesäubert werden. 
Aussetzen sollte man den Igel dort, wo er genügend Sträucher, Nahrung und ein Gewässer zum Trinken findet. Die Futterkiste werde er weiter gern in Anspruch nehmen. Allerdings: „Nicht zu lange zufüttern, der Igel soll lernen, sich selber Futter zu suchen und nicht vom Menschen abhängig werden.“ 

Osterfeuer gefährden nicht nur Igel
Oft werden schon Monate vor dem Osterfeuer große Reisighaufen aufgeschichtet. Darin haben Igel, Vögel, Mäuse, Kröten und Insekten ihr Winterquartier. Wichtig: Das Brennmaterial sollte erst kurz vor dem Entzünden angehäuft werden, vorhandene Holzstöße müssen vorsichtig umgeschichtet werden: „Nur so erhalten die Tiere die Möglichkeit zur Flucht.“ Auch der Versuch, die Igel zu wecken und zu vertreiben, indem man zum Beispiel mit Stöcken auf die Holzhaufen haut, sei zum Scheitern verurteilt: „Igel sind keine Fluchttiere, sie rollen sich bei Gefahr zusammen. Doch die Stacheln aus Horn sind kein Schutz gegen Feuer. Sie verkleben. Es ist ein grausames Sterben.“ 

Neu: Igel-Pate!

Für 30 Euro im Jahr kann jeder eine Igelpatenschaft übernehmen. „Die Pflege bleibt bei uns“, sagt Ingrid Dorschner. Derzeit überwintern 108 Igel in der Igel- Pension. Zehn Patenschaften wurden schon vergeben. Jeder Paten kann zu den Öffnungszeiten seinen Igel besuchen und auf den dazugehörenden Laufzetteln kontrollieren, welche Behandlungen der Igel bekommen hat und in welchem Zustand er ist. Ab Mitte Mai können die Igel abgeholt werden. 
 

Noch schlafende oder gar verletzte Igel, die beim Umschichten gefunden werden, können in der Igel-Pension, Neumühlenweg 80, abgegeben werden.
Öffnungszeiten: Täglich von 8 Uhr bis 14 Uhr, am Wochenende von 8 Uhr bis 11 Uhr.
Weitere Informationen über die Igelpflege: www.igelratgeber.de

 

 
Osterfeuer gefährden Igel

Alle Informationen zum Igel finden Sie auf  den folgenden Seiten:
Die 1. aktuelle Seite : - Alle Jahre wieder: Osterfeuer
Die Igel gefunden - was tun?  Wir zeigen Schritt für Schritt.
Die Aufzucht von mutterlosen Igelsäuglingen.  Wir erklären Schritt für Schritt.
Die 3. aktuelle Seite : Hilfsbedürftige Igel aufnehmen oder nicht ? Naturschutzgesetz.
  Igelgeschichten
Igelbabies im Herbst und Schläft er, oder ist er tot ?
In eigener Sache:       So fing alles an !!
Gesetzliche Grundlagen (Naturschutzgesetz / Tierschutzgesetz)
Satzung des Vereins          als PdF herunterladen
Kurzbiografie des Igels - was ihm nutzt und was ihm schadet
Ansprechpartner (Adressen, Bankverbindungen usw)
Kurzer Igelratgeber
Unsere Leistungen und Angebote
Archiv interessanter Aufsätze und Merkblätter
Unsere Mitglieder schreiben

 

Die Bilder können Sie öffnen.

Die Wittenberger Igelpension

Südansicht der Igelpension mit Heizhaus

Nordansicht 

Johann Dorschner
Der Verein "Igelfreunde Sachsen-Anhalt e.V." eröffnete 1998 in Wittenberg,im Neumühlenweg 80, auf einer Fäche von ca. 280 Quadratmetern eine Igelpension. ( Schlaf- und Behandlungsräume, Versorgungs- und Sanitäranlagen, Ausstellungs- und Schulungsraum, Vereinszimmer ). Das Gebäude stellt die Wittenberger Gerüstbau GmbH (Inh. P. Wehrmann)  zur Verfügung. Finanziell ermöglicht das Vorhaben die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt.

         Teilansicht des großen Schlafsaales                Krankenstation mit Labor                         Auswilderungsgehege
 

so war es im Winter 2007 / 08



Der  " Ratgeber Igel" ist wieder da !!
Lehrerinnen und Lehrer!  Aufgepasst!    Noch zu haben!


siehe auch: So fing alles an !!
Bewährt hat sich der "Ratgeber Igel " von Ingrid Dorschner, der als 2. überarbeitete Auflage 2004 vorliegt. Dieses kleine Heft gibt es seit 1994, es erschien bisher in drei Auflagen. 
Der Grundgedanke war: kurz, preiswert, informativ und kompetent.
Die neue Ausgabe hat 20 Seiten, ist gegen eine Schutzgebühr von 3,30 Euro zu haben und der Inhalt basiert auf den Erfahrungen einer über dreißigjährigen Igelarbeit. 
Neben den Informationen zum Igel finden Sie Kontaktadressen, Beratungsstellen und igelerfahrene Tierärzte. 
Gesponsert wurde der Ratgeber von der Sparkasse Wittenberg, der Apotheke am Collegienhof, dem Autohaus Zankiewicz und dem Fachgeschäft Zoo Keller. Ihnen noch einmal vielen Dank. 
Wie können Sie das Heft erhalten? 
Im Bereich Wittenberg bei J. Dorschner, Erich-Mühsam-Str. 7 , 06886 Lutherstadt Wittenberg und 
der Igelpension, Neumühlenweg 80 in Wittenberg. 
Ansonsten: Schicken Sie uns einen an sich selbst adressierten, ausreichend frankierten Umschlag ( A5 ) und legen Sie Briefmarken im Wert von 3,30 Euro bei.  Sie werden beim Lesen des Heftes nicht enttäuscht sein.
Der Sailer Verlag, Nürnberg, brachte ein Lernheft „Alles rund um den Igel“ für Schule und Freizeit heraus. Didaktisch und methodisch gut aufgebaut, besticht dieses Heft auch durch die gelungene Aufmachung. Die gezeigten Bilder sind sehr ansprechend. Frau M. Neumeier von pro Igel e.V., eine bekannte und kompetente Igel-Expertin, stand beratend zur Seite, dadurch empfiehlt sich das Heft eigentlich schon von selbst. Auch die Vereine „Igelfreunde Sachsen-Anhalt e.V.“, „Rheinisch Westfälische Igelfreunde e.V.“ und „Igelfreunde Oberfranken e.V.“ schließen sich dieser Empfehlung an. Der Inhalt des Heftes ist in erster Linie der Sachkunde gewidmet, aber auch Deutsch, Mathe, Sport, Unterhaltung. Kochen, Basteln und Spaß kommen nicht zu kurz. Auch ich persönlich (Gymnasiallehrer Biologie i. R.) kann nur wärmstens zu diesem Arbeitsmaterial raten. Es nimmt dem Lehrer sehr viel Vorbereitungszeit ab. 
Zu beziehen ist das Material beim Verlag — Sailer Verlag, Redaktion Tierfreund, Lina Ammon Str. 30, 90471 Nürnberg — oder bei uns - ISA (Igelfreunde Sachsen-Anhalt e.V. ) 
Wenn Sie bei ISA bestellen, unterstützen Sie gleichzeitig noch unsere praktische Arbeit in einer großen Igelpension in der Lutherstadt Wittenberg. 
Das Einzelexemplar kostet 2.40 Euro plus 0,10 Euro Porto, 
der Klassensatz (16 Stück zu je 1,90 Euro) nur 30,40 Euro plus 2,00 Euro Porto.
Bei Bezug von mehr als einem Klassensatz kosten die Hefte je 1,90 Euro und das Gesamtporto 2,00 Euro
(Der Preis wurde geändert)
Wir freuen uns auf ihre Bestellung.
DIENSTAG, 23. AUGUST 201 l        HAL             Halle           MITTELDEUTSCHE ZEITUNG

Stachelige Mandantschaft

Es gibt Geschichten, die erwärmen jedes Herz. Und so eine warmherzige Geschichte wird gerade in der halleschen Kanzlei von Gabriele Huber-Schabel geschrieben. Die Anwältin verteidigt drei winzige Mandanten gegen Gevatter Tod. Genauer gesagt sind es Igelbabys, die die 53-Jährige rund um die Uhr versorgt und mit Hunde-Milch-Austausehfutter aufpäppelt. Egal ob Klient, egal ob Gerichtstermin: Die Baby-Igel haben Vorfahrt, müssen alle zwei Stunden gefüttert werden. Nur so haben die hühnereiergroßen Igelchen auch eine Überlebenschance.
Die MZ-Redakteurin Iris Stein hatte die Tiere in ihrem  Garten  entdeckt. „Wenn Igel-Junge blind ihr Nest verlassen, bedeutet das nur eins: Die Mutter ist nicht mehr zurückgekommen", weiß Stein, die die kleinen Waisen in einen  Schuhkarton packte und sich nach Pflegeeltern umhörte. Tierarzt Jens Brand-stätter stellte  den Kontakt zu Huber-Schabel her. „Wenn einer die Tiere durchbringt, dann die Anwältin", so Brandstätter.    Die tierliebe Juristin hat schließlich Erfahrung. „Seit sieben Jahren pflege ich kranke Igel und lasse untergewichtige Tiere auch bei mir überwintern", erzählt die gebürtige Karlsruherin. Doch ein bis zwei Tage alte Igeljunge aufzupäppeln, ja das sei wirklich eine echte Herausforderung. „Als die Tiere kamen, waren sie kalt und wogen nur 40 Gramm", so Huber-Schabel, deren Hündin Kimya wie ein Schießhund auf das Körbchen mit dem Igel-Trio aufpasst. Die von einer Heizdecke gewärmten Stachelbälle haben schon Fortschritte gemacht und werden wohl bald die Augen öffnen. „Es könnte jeden Tag soweit sein". Wenn die Igel erst 250 Gramm wiegen, geht's von der Kanzlei ab ins Freigehege. Dort heißt es futtern, futtern, futtern. „Falls sie sich bis zum Spätherbst 800 Gramm angefressen haben, schaffen sie den Winter", sagt die Igel-Pflegerin. Dann heißt es Abschied nehmen. Doch wie heißen eigentlich die Igelchen? „Tiere, die in die Natur zurückkommen, gebe ich grundsätzlich keine Namen", lächelt die Juristin. Sonst fällt der Abschied zu schwer.
 

 
Unsere Ausstellung:  " Der Igel " ,
Gestaltet von „ Igelfreunde Sachsen - Anhalt e. V " ,
Nach mehreren Stationen in den Kreisen Dessau-Rosslau, Bitterfeld und Wittenberg ist die Austellung 
jZur Zeit in der Wittenberger Igelstation 
Wenn Sie diese Zeile anklicken, sehen Sie eine Vorschau.

So schreibt die Presse in Wittenberg im Winter 2011/12

Ingrid und Johann Dorschner geben Tipps .
Wittenberg (aw)
Igel sind Wildtiere und gehören zu den besonders geschützten Tierarten, sie dürfen nur in menschliche Obhut genommen werden, wenn sie krank oder nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft den Winter zu meistern.
Manche werden zu spät im Jahr geboren und besitzen kein Fettpolster, der als Energiespeicher für den Winterschlaf dient. „150 Gramm je Tiere überleben den nächsten Frost nicht, bekommen eine Lungenentzündung", erklärt Ingrid Dorschner, die sich seit 50 Jahren um die Igel bemüht. „Wer ein Nest findet, in dem sich die Mutter noch um die Jungen kümmert, sollte Futter und Wasser hinstellen, damit die Jungen sich eine Fettschicht anfressen können. Wenn keine Mutter mehr da ist, sollte man nicht so lange warten." In der Igelpension werden oft geschwächte und mit Ungeziefer befallene Igel abgegeben. Von vier 60 Gramm leichten Igelbabys, die vor vier Wochen abgegeben worden, haben nur zwei überlebt. Die 76-Jährige nimmt so kleine Igel mit nach Hause und zieht sie mit der Flasche groß. Wenn die kleinen Kerle 300 Gramm auf die Wage bringen, bekommen sie ein Winterquartier in der Igelpension. „In der vergangenen Saison haben wir 112 Igel versorgt", berichtet Johann Dorschner, der in mehreren Igelvereinen aktiv ist. Igel seien nachtaktiv, wenn sie am Tage herumirren, wären sie meistens in Not. Nur sachkundig betreute Igel hätten eine echte Chance, eine Überwinte-rung in menschlicher Umgebung zu überstehen.
Wichtig für hilfsbedürftige Igel ist Wärme: Eine handwarme Wärmflasche mit Tüchern umwickelt wärmt den darauf liegenden Igel am besten. Das Tier sollte mit einem Frotteehandtuch zudeckt werden. Die Igelpension hat 20 Wärmflaschen: „Die reichen nicht, wer eine Wärmflaschen übrig hat, kann sie bei uns abgeben."
Dorschners verschweigen nicht, auf Spenden angewiesen zu sein, um die Pension finanzieren zu können. Zu Fressen sei Katzenfutter aus Dosen oder Trockenfutter am besten. Igel dürfen auf keinen Fall Milch zu trinken bekommen, denn Milch kann zum Tod durch Durchfälle führen. Wasser sei geeignet. In der Igelstation werden die Igel
entwurmt    und    entfloht    und erhalten   die   Hilfe  -  die  sie   brauchen.  Ist das Tier medizi nisch versorgt, gilt es in einem  18 bis 20 Grad warmen Raum
eine igelgerechte Unterkunft vorzubereiten. Zur Wärmeisolierung muss das Igelgehege mit einem Boden ausgestattet werden, der mit täglich zu wechselnden Lagen Zeitungspapier belegt wird. Zusätzlich wird ein Schlafhaus benötigt, das sich gut aus einem Karton oder einer Holzkiste basteln lässt, in die seitlich ein Schlupfloch hinein geschnitten wird. Viel zerrissenes und zerknülltes Zeitungspapier im Inneren dient als Nestmaterial.
Dass Igel seltener geworden sind, liegt nicht nur am Straßenverkehr, sondern auch an dem Umstand, dass wir unsere Gärten immer ordentlicher und steriler halten. „Da finden sie weder Versteck noch Nahrung, Igel brauchen Unterschlüpfe, sie lieben es im Laubhaufen zu schlafen."

 
Gestaltung und Betreuung: Dr.-Ing. Dieter Schäfer, LutherstadtWittenberg, aktualisiert 03. Juni 2011
Copyright by Johann Dorschner, Wittenberg
siehe auch:   ,  Kulturbund Wittenberg e.V.      ,  Kulturbund Sachsen/Anhalt   ,

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